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Katja Karcher

Foto Katja Karcher

Rollenvorbild Digitalisierung

Aktuelle Funktion/PositionGlobal Lead Counsel Digital, IT Law & Procurement
Abschluss1. und 2. juristische Staatsprüfung sowie Master-Abschluss (LL.M. London)
Aktuelles UnternehmenHeidelbergCement AG
Website aktuelles Unternehmenwww.heidelbergcement.com
Standort/Sitz des Unternehmens

Heidelberg, Deutschland

Meilensteine der beruflichen Entwicklung

Nach meiner 1. juristischen Staatsprüfung in Konstanz, einem Master-Abschluss (LL.M.) an der University of London in England sowie meiner 2. juristischen Staatsprüfung in Düsseldorf, war ich zunächst mehrere Jahre bei einem internationalen Automobilzulieferer in der Rechtsabteilung u.a. für M&A und Gesellschaftsrecht zuständig. In der Konzernrechtsabteilung der HeidelbergCement AG betreute ich eigenverantwortlich seit 2009 insbesondere gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen sowie M&A-Projekte. Durch die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Geschäftsführern und Führungskräften habe ich einen sehr guten Einblick in das operative Geschäft unseres vielseitig tätigen Unternehmens erhalten. Seit Herbst 2020 leite ich die Practice Group Digital, IT Law & Procurement innerhalb der Konzernrechtsabteilung und begleite unsere IT-Teams, Führungskräfte und den Vorstand verhandlungsstark bei nationalen und internationalen Digitalisierungsprojekten.

Mandate in Aufsichts- und/oder Beratungsgremien

  • Mitglied im BUJ (Bundesverband der Unternehmensjuristen)
  • Fachgruppe Digitalisierung
  • Fachgruppe Legal Operations/Technology

Ehrenamt/gesellschaftliches Engagement

Ehrenamtliche Betreuerin von Kindern und Jugendlichen in dem Sportcamp eines Vereins (in Dänemark, Spanien, Frankreich und Deutschland)

Schwerpunkt Digitalisierung


Wie sind Sie dazu gekommen, im Bereich Digitalisierung tätig zu werden? Was war der Auslöser?

Von Beginn meiner Tätigkeit in der Konzernrechtsabteilung des Dax-Konzerns HeidelbergCement AG bis heute habe ich u.a. unser Group Procurement-Team (Einkauf Konzern) sowie den Einkauf Deutschland aus rechtlicher Sicht betreut, und zwar insbesondere auch im Bereich IT-Recht. Später kamen aufgrund der weiteren Fokussierung von HeidelbergCement auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette (Entwicklung von neuen digitalen Produkten für interne Zwecke und Kundenzwecke) immer mehr Beratungsfelder aus dem Bereich IT hinzu. Im Jahre 2020 gründeten wir innerhalb der Konzernrechtsabteilung sog. Practice Groups, um HeidelbergCement bestmöglich aus rechtlicher Sicht zu beraten. Aufgrund meiner vielseitigen Erfahrung in den Bereichen IT und Digitalisierung über viele Jahre hinweg, war es naheliegend für mich, die Leitung der Practice Group Digital, IT Law & Procurement zu übernehmen, um so unser Unternehmen auch in Zukunft mit viel Engagement und Eigeninitiative im Bereich Digitalisierung voranzubringen.


Ihr Beitrag zur Zukunftsgestaltung des Unternehmens in den Bereichen Digitalisierung

In meiner Eigenschaft als Leitern der Practice Group Digital, IT Law & Procurement innerhalb der Konzernrechtsabteilung der HeidelbergCement AG wirke ich gemeinsam mit meinem Team an der Umsetzung unseres Unternehmensziels, das erste Industrial-Tech-Unternehmen in der Baustoffindustrie zu werden, maßgeblich mit. Mit Software-Ingenieuren, technischen Experten und Data Scientists arbeiten wir an der Entwicklung neuer digitaler Lösungen, mit dem Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Logistikprozesse hinaus, bis hin zur Schnittstelle zum Kunden zu digitalisieren. Hierdurch soll letztlich nicht nur eine effizienteren Baustellenorganisation durch In-App-Auftragsmamagement ermöglicht, Logistikprozesse verbessert und Kosten gesenkt werden, sondern dank datengestützter Steuerung der Produktionsprozesse in den Werken auch eine nachhaltigere und effizientere Herstellung unserer Produkte vorangetrieben werden. Die eigens für unsere Kunden entwickelten Produkte, wie z.B. das Hub-Webportal sowie die OnSite App, sowie verschiedene, für die HeidelbergCement Werke entwickelte Apps und Webportale (z.B. zur Überprüfung von Maschinen und Anlagenteilen) werden weltweit eingesetzt. Meine Practice Group begleitet diese Prozesse aus rechtlicher Sicht und koordiniert die rechtliche Prüfung durch unsere anwaltlichen Kollegen weltweit.


Warum sollten sich Frauen gerade in diesen Themenfeldern stärker engagieren?

Frauen sollten bei der Entwicklung von digitalen Lösungen und allgemein in der Umsetzung der Digitalisierung unbedingt gestalterisch tätig sein, um mit ihrer wertvollen Perspektive sowie ihren Erfahrungen neue Techniken für eine vielfältige Gesellschaft mitzuentwickeln.

Unterstützer

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.