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Frauen an der Spitze

Kleinert; Kohaut; Brader; Lewerenz



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Untertitel: - Arbeitsbedingungen und Lebenslagen weiblicher Führungskräfte
ISBN: 978-3-593-38359-0
Erscheinungsjahr: 2007
Kategorie: Studien


Die Arbeitsbedingungen und Lebenslagen männlicher und weiblicher Führungskräfte unterscheiden sich erheblich. Das zeigen aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Der Band bietet eine umfassende, zugleich sehr kompakte und gut lesbare Bestandsaufnahme.

In der obersten Leitungsebene von Betrieben ist nur jede vierte  Führungskraft eine Frau. Bei Großbetrieben mit mehr als 500 Beschäftigten beträgt der Frauenanteil in der ersten Führungsebene sogar nur 4 Prozent. Frauen in leitenden Positionen haben zudem im Durchschnitt ein geringeres Einkommen als männliche Führungskräfte. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich Frauen nur selten für technische Studiengänge wie  Ingenieurwissenschaften entscheiden und in der Regel weniger  Wochenstunden arbeiten als ihre männlichen Kollegen.

Beruf und Familie lassen sich für weibliche Führungskräfte deutlich schwerer miteinander vereinbaren als für männliche Führungskräfte. Die Partnerinnen von Männern in Führungspositionen sind meist teilzeitbeschäftigt oder nicht erwerbstätig. Umgekehrt sind die Partner von Frauen in Führungspositionen mehrheitlich vollzeiterwerbstätig und nicht selten selbst Führungskraft. Wenig überraschend ist daher, dass weibliche Chefs deutlich seltener Kinder haben als männliche. Im Jahr 2004 lebten nur 32 Prozent der weiblichen, aber 53 Prozent der männlichen Führungskräfte in Familien mit Kindern.

Die Autorinnen der Studie plädieren dafür, die Nachwuchsführungskräfte systematisch zu fördern und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den Flexibilisierungsbedürfnissen der Familien entgegen kommen. Hier seien die Betriebe und der Gesetzgeber gleichermaßen gefragt. Bessere Möglichkeiten der Kinderbetreuung könnten eine längere Unterbrechung im Job verhindern und damit die Karrierechancen von Frauen deutlich erhöhen.

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Unterstützer

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.