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Karin Bacher und Stefanie Söhnchen

Frau muss nicht in ausgetretenen Pfaden gehen, um voran zu kommen.

Stefanie Söhnchen (Mentee)

Was war Ihre Motivation beim Spitzenfrauen-Mentoring teilzunehmen?

"Meine eigenen Erfahrungen als Frau in Führungspositionen in sogenannten Männerdomänen. Ich hatte kaum Vorbilder, machte Fehler, weil ich die Spielregeln nicht kannte. Damals lernte ich meine Coachin kennen, mit der ich bis heute zusammenarbeite. Sie gab mir wertvolle Impulse und wir haben viel miteinander gelacht. Ich lernte die Spielregeln, ohne mich selbst zu verlieren. Ich bin mir stets treu geblieben. Dies möchte ich Frauen weitergeben: Lernen von erfahrenen weiblichen Führungskräften, aber nichts unreflektiert annehmen, den eigenen Weg gehen, ohne sich zu verbiegen."

"Ich war auf der Suche nach jemandem, der mehr Berufserfahrung hat und mir bei Fragen rund um meine berufliche Weiterentwicklung weiterhelfen kann. Außerdem wollte ich gern eine weibliche Mentorin finden, die mir mit einem weiblichen Blick auf meine persönlichen Herausforderungen Rat geben kann. Die Darstellung beim Spitzenfrauen-Mentoring, die Übersichtlichkeit und am Ende auch die einfache Möglichkeit, auf Mentorinnen zuzugehen, haben mich überzeugt mitzumachen."

Welche Vor- bzw. Nachteile sehen Sie im Mentoring von Frauen für Frauen?

"Ein klarer Vorteil ist der sehr offene Erfahrungsaustausch, Frauen untereinander kommunizieren anders und dies ist auch gut so. Ich höre oft von meinen Gesprächspartnerinnen: 'Es war richtig gut, mit jemanden zu sprechen, der mich und meine Situation versteht'. Wenn wir frei von Rivalitätsdenken sind, entstehen wunderbare Energien, die uns Frauen gegenseitig nach oben tragen. Ich empfehle jeder meiner Klientinnen und auch meinen Mentees, sich im Unternehmen einen männlichen Mentor dazu zu holen. Leider ist es in den meisten Organisationen immer noch so, dass die Entscheider überwiegend männlich sind. Männliche Kollegen als Karriere-Katalysator zu nutzen ist durchaus legitim."

"Als Vorteil sehe ich ganz klar, dass es manche Situationen gibt - leider weiterhin auch besonders aus dem Bereich Patriarchismus und Sexismus -, die nur eine Frau verstehen und in denen nur eine Frau aus der Erfahrung den richtigen Rat geben kann. Eine Frau kann einer anderen, meiner Meinung nach, bessere Tipps geben, wie Weiblichkeit in die Führung und den Arbeitsalltag eingebracht werden kann. Nachteile kann ich daran keine sehen - wie bei jedem Mentoring gibt es geschlechterunabhängig mal größere und mal kleine Schnittmengen, Generationenunterschiede und Unterschiede in der Lebensplanung. Hier kann es wichtige Themen geben, zu denen ein/e Mentor/in keine Aussagen treffen kann, was aber nicht schlimm sein muss. Das muss eben bei der Auswahl berücksichtigt werden."

Was verbindet Sie mit Ihrer Mentee / Mentorin?

"Mittlerweile eine Freundschaft. Wir tauschen uns aus, jede ist up-to-date was die Andere so treibt und gelegentlich telefonieren wir oder schreiben uns. Ein geplantes, gemeinsames Projekt liegt erst Mal auf Eis, weil die Familienplanung dazwischen kam. Ich freue mich sehr darüber, dass sie auch über die Vereinbarkeit von Beruf und ihren Zwillingen mit mir den Austausch sucht. Auf unterschiedlichsten Veranstaltungen ist dies ein Nummer-Eins-Thema bei Frauen."

"Ich finde, Karin ist eine toughe Frau, die weiß, was sie will und ihren eigenen Weg sucht und geht. Wir sind beide Frauen, die sich durchbeißen können und nicht aufgeben. Ich finde auch, dass wir eine ähnliche Vorstellung von Leadership haben und einen ähnlichen Humor."

Worin unterscheiden Sie sich?

"Eine Generation - und dies war spannend. Zu erkennen, was einer jungen Frau heute wichtig im (Berufs-)Leben ist. Was ihre Motivatoren und Ziele sind."

"Karin hat schon viele positive Erfahrungen im Bereich Selbstständigkeit sammeln können und darin, was es heißt, selbst Arbeitgeberin zu sein. Das fasziniert mich und da lerne ich gerne von ihr. Ich habe viel Erfahrung im Bereich digitale Medien und Arbeiten mit und als Millenial, wozu wir uns auch gern austauschen. Unsere Unterschiede ergänzen sich gut als Lernfelder, was auch die Beziehung so wertvoll macht."

Welche Erkenntnis im Rahmen des Mentorings hat Ihre Karriere am meisten vorangebracht?

"Erkenntnisse über Motivwelten der nachfolgenden Generation. Dies hilft mir in der Beratung von Unternehmen sehr. Auch, welche Hindernisse - bewusst oder unbewusst - Unternehmen Frauen in den Weg legen, die Karriere machen wollen. Hier kann ich meinen Kunden wertvolle Hinweise geben."

"Karin hat mir gezeigt, dass frau nicht in 'ausgetretenen Pfaden' gehen muss, um voran zu kommen. Sie hat mir klar gemacht, dass jeder sich selbst erfindet und dass eine Corporate Karriere nicht unbedingt der Schlüssel zum Glück sein muss. Sie erinnert mich stets daran meine Talente einzusetzen und ggf. kreativ dabei zu sein und Neues auszuprobieren. Ich habe das Gefühl, dass sie an mich glaubt und mich gern wachsen sehen möchte und das ist eine echte und besondere Bereicherung."

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.