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Franziska Ostheimer und Sophie Lippmann

Es ist wichtig sich zu vernetzen, sichtbar zu sein und auch mal den Mut zu haben, "Nein" zu sagen.

Welche Erkenntnis im Rahmen des Mentorings hat Ihre Karriere am meisten vorangebracht?

"Tatsächlich ist jedes Mentoring für mich eine Bereicherung. Ein vertrauensvolles Miteinander ermöglicht das Eintauchen in spannende Lebensumstände anderer Spitzenfrauen. Die Themenvielfalt erstaunt mich dabei jedes Mal aufs Neue und macht mich neugierig in der Prozessbegleitung. Ein Teil dieser Veränderungsprozesse zu sein bestärkt mich immer wieder auch über meine Rollenverständnisse nachzudenken und unterstützt so meine eigene Fokussierung."

"Am meisten vorangebracht hat mich die Erkenntnis meine Sichtbarkeit zu stärken, nein sagen zu können bzw. Rückmeldung zu geben, wenn die Arbeitsintensität zu hoch ist oder die Aufgabe nicht in meinen Arbeitsbereich fällt. Außerdem ist es hilfreich den Mut zu haben, in fachlich und sachlich korrekter Form schwierige Themen anzusprechen sowie den Umgang mit "herausfordernden Kollegen" zu verbessern."

Warum haben Sie sich für die Mentee / Mentorin entschieden?

"Die Unterstützungswünsche von Frau Lippmann waren vielschichtig und passten sehr gut zu meinem Portfolio. Meine Neugier war also geweckt. Nach einem sehr intensiven Erstgespräch entschieden wir, gemeinsam an ihren persönlichen und beruflichen Zielen zu arbeiten. Ausschlaggebend für die zielführende Zusammenarbeit war sicherlich auch ein enormes Vertrauen und ihr Wille, Veränderungen aktiv angehen zu wollen."

"Mich interessierte ihr Steckbrief sowie die Themen, in denen sie Erfahrung hat: Selbstmarketing, Konfliktbewältigung und Resilienz stärken."

Was verbindet Sie beide und worin unterscheiden Sie sich?

"Uns verbindet die Neugier genauer hinzuschauen und uns unterscheidet der Umgang mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Sei es im beruflichen Kontext, z.B. (Macht-)Spiele, Standing, Unternehmenskultur etc. oder im privaten Kontext, wie z.B. das Entwickeln von (ganz eigenen) Methoden im Aufbau von Resilienz und dem Umgang mit der Selbstfürsorge. Dieser wertfreie Erfahrungsaustausch machte die erfolgreiche Zusammenarbeit aus."

"Wir könnten beide mit unseren Talenten und Taten mehr ins Rampenlicht treten. Meine Mentorin arbeitet in einer gänzlich anderen Branche und in einer anderen Abteilung, was ich sehr interessant fand (anderer Blickwinkel)."

In welcher Form und wie häufig haben Sie sich getroffen und warum?

"Unser sechsmonatiger Austausch fand überwiegend per Telefon und Videotelefonie statt. Die ergebnisorientierte Grundhaltung half uns, alle Termine sehr strukturiert zu gestalten. Am Ende jedes Termins stimmten wir die nächsten Schritte ab und Frau Lippmann bearbeitete zwischen den Terminen speziell auf ihre Situation angepasste Aufgaben. Während dieser Zeit stand ich selbstverständlich auch für kurzfristige Rückfragen zur Verfügung."

"Wir haben uns im Durchschnitt einmal im Monat getroffen."

Was würden Sie anderen Frauen ans Herz legen?

"Ein differenziertes Ausloten von Situationen wird einfacher, wenn unterschiedliche Sichtweisen einfließen dürfen. Stehen Sie einem wertfreien Erfahrungsaustausch daher aufgeschlossen gegenüber und genießen Sie den einzigartigen Einblick in „fremde“ Lebens- und Karriereentwürfe. Und wenn Sie sich für ein Mentoring entscheiden, dann unterstützt Sie die Mentorin auch, den Mut zu haben, um auf den Prozess zu vertrauen."

"Es ist wichtig sich zu vernetzen, sichtbar zu sein und auch mal den Mut zu haben, "Nein" zu sagen. Auch wenn man nicht unbedingt eine große Karriere anstrebt, so hilft es im Arbeitsalltag ungemein weiter. :)"

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.