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Dr. Anja Ebert-Steinhübel und Dr. Carola Bruns

Es ist in Ordnung auch zwischenzeitlich einmal nicht genau zu wissen, wie der eigene Weg weitergeht.

Dr. Carola Bruns (Mentee)

Welche Erkenntnis im Rahmen des Mentorings hat Ihre Karriere am meisten vorangebracht?

"In einem Mentoring lernen idealerweise beide, Mentor/in und Mentee. Sich ganz auf die Arbeits- und Erlebniswelt des Gegenübers einzulassen, bedeutet für mich nicht nur die unabdingbare Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Es ist eine Art Erfahrungslernen aus zweiter Hand, das mich immer wieder bereichert, gelegentlich auch verblüfft oder nachdenklich macht und natürlich für die Hintergründe anderer Mentees oder Coachees öffnet und stärkt. "

"Es ist in Ordnung auch zwischenzeitlich einmal nicht genau zu wissen, wie der eigene Weg weitergeht. Die Unsicherheit vorübergehend auszuhalten und darauf zu vertrauen, dass sich ein neuer Weg findet. Durch sehr intensive Gespräche und Reflektionen gelang es mir, immer wieder neue Blickwinkel einzunehmen, die meine Perspektive enorm erweitert und schließlich sogar während des Mentorings zu einer beruflichen Umorientierung geführt haben."

Warum haben Sie sich für die Mentee/Mentorin entschieden?

"Es gab eine klar formulierte Veränderungsmotivation, die es hinsichtlich der persönlichen und beruflichen Ziele differenziert auszuloten und zu begleiten galt. Dafür einen Weg - und schließlich auch eine Lösung - zu finden, schien von Anfang an eine große Herausforderung. Ausschlaggebend für die erfolgreiche Begleitung war für mich ihr Mut, ihr Vertrauen in meinen Prozess und eine enorme Reflexionsfähigkeit, was schließlich zu einem klaren Neuanfang geführt hat. Und natürlich spielt auch persönliche Sympathie immer eine große Rolle, die bei uns - zumindest aus meiner Sicht - von Anfang an gegeben war."

"Ausschlaggebend für die Anfrage einer Mentoring-Beziehung mit Frau Dr. Ebert-Steinhübel waren die gleichen Vorstellungen einer Mentoring-Beziehung sowie die Erwartungen von meiner Mentorin an ihre Mentee. In ihren Erwartungen habe ich mich selber wiedergefunden. Da ich mich damals beruflich umorientieren wollte, war mir weiterhin auch die breite und vielfältige Branchenkenntnis von meiner Mentorin sehr wichtig."

Was verbindet Sie beide und worin unterscheiden Sie sich?

"Getroffen haben wir uns ganz bestimmt in unserer Leidenschaft für Neues, dem Wissensdurst und der Lust am Lernen sowie einem unbedingten Engagement für die Menschen und Dinge, die uns gerade umgeben. Unterscheiden mussten wir uns - schon qua Rolle - in der professionellen Distanz auf mögliche Karriereperspektiven. Hier war mein ganz anderer beruflicher Erfahrungshintergrund gefragt, als Orientierung für ein neues Arbeitsumfeld und neue Formen der Organisation."

"Die Vorstellungen und Erwartungen an eine Mentoring-Beziehung haben uns eindeutig verbunden, so dass mir die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Unterschieden haben wir uns in der Herangehensweise an Probleme oder unbekannte Lösungsfelder. Gerade diese neue Perspektive meiner Mentorin hat mich sehr bereichert!"

In welcher Form und wie häufig haben Sie sich getroffen und warum?

"Wir haben uns insgesamt fünf mal persönlich getroffen, über einen sehr konzentrierten Zeitraum von knapp 5 Monaten hinweg, und dazwischen kurzfristig auch telefoniert. Es war aus meiner Sicht eine sehr intensiver und strukturierter Gesprächsprozess, mit dem Ziel, möglichst schnell Klarheit zu schaffen. Ganz bestimmt hat dies auch für meine Mentee ein paar schlaflose Nächte mit sich gebracht, da wir zwischen den Terminen immer eine kleine Aufgabe zum Nach- bzw. Weiterdenken vereinbart haben. Für die spezielle Situation war dies bestimmt der beste Weg, für andere Mentees und ihre spezifischen Wünsche und Bedarfe hätte es vermutlich nicht gepasst."

"Wir haben uns insgesamt 5 Mal bei meiner Mentorin abends im Büro getroffen. Frau Dr. Ebert-Steinhübel hatte diesen Ort anfangs vorgeschlagen, da wir dort die nötige Ruhe hatten. Bezüglich des Ortes war es mir wichtig, dass meine Mentorin einen möglichst geringen Aufwand hat, da sie sich bereits für das Mentoring die Zeit nimmt. Einmal haben wir im Nachgang außerdem telefoniert. Frau Dr. Ebert-Steinhübel hatte mir jedoch angeboten, sie ggf. bei Fragen auch zwischen den Terminen zu kontaktieren."

Was würden Sie anderen Frauen ans Herz legen?

"Nicht jede Entscheidungssituation ruft nach einem Mentoring. Aber jede besondere Abwägung wird besser, wenn Sie unterschiedliche Perspektiven zu Rate ziehen. Verbreitern Sie daher Ihr Netzwerk durch Menschen, die Sie interessieren und die wiederum an Ihren Erfahrungen und Meinungen interessiert sind. Seien Sie offen für neue Ideen und andere Lebens- und Karriereentwürfe - im Wissen darüber, was für Sie persönlich besonders wichtig ist. Und wenn Ihnen dazu der Antrieb oder die Klarheit fehlen, dann könnte es Zeit für ein Mentoring oder Coaching für Sie sein..."

"Das Mentoring war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich und hat mir in einem Prozess der beruflichen Veränderung und Neuorientierung viele neue Impulse mit auf den Weg gegeben. Eine anschließende Reflektion sowie Nachbereitung der Treffen fand ich sehr wichtig, da es oft anschließend noch in mir "gearbeitet" hat und mir viele Erkenntnisse erst im Nachgang kamen."

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.