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Anett Renner und Sena Albayrak

Aus meiner Sicht war schon unser erstes Gespräch ein Schlüsselmoment.

Welche Erwartungen hatten Sie an Ihre Mentee / Mentorin?

"Ich würde es gar nicht Erwartungen nennen, die können nur enttäuscht werden. Außerdem hängen Erwartungen eher mit der Erwartungsträger*in als mit der Dialogpartner*in zusammen. Es hilft, wenn man sich die eigene Verantwortung beim Erwartungsmanagement bewusst macht. Ich freue mich über eine große Offenheit bei der Mentee, sich selbst zu reflektieren und den Mut, sich Unterstützung zu holen. Das ist eine große Gabe. Außerdem wünsche ich mir Vertrauen."

"Ich hatte mir gewünscht, dass es eine sehr offene und vertrauensvolle Beziehung wird. Vorgehensweise mit Herz und Humor, aber gleichzeitig Ehrlichkeit, indem die Mentorin mich auch kritisiert."

Was ist die größte Einstiegshürde für ein erfolgreiches Mentoring?

"Ich denke, eigene Unsicherheit und ein hoher Perfektionsanspruch an sich und andere."

"Ich hatte das Gefühl, dass die Rolle "Mädchen für alles" an mir klebt. Mir waren zwar meine Stärken bewusst, aber mir haben taktische Hinweise gefehlt, um davon weg zu kommen und Nein zu sagen, ohne an Wert in den Augen der Manager zu verlieren."

Gab es Schlüsselmomente in Ihrer bisherigen Zusammenarbeit?

"Definitiv waren das der Erstkontakt und die vielen vertrauensbildenden Dialoge, wo wir Schweres und Emotionales auch mit einem positven Perspektivwechsel in Leichtigkeit und Selbstvertrauen gewandelt haben. Immer da, wo der Mensch in scheinbar ausweglosen Situationen erfährt, doch einen Einfluss zu haben, sei es über ein „Stopp“, gibt es wieder Lösungs- und Kompetenzerleben."

"Aus meiner Sicht war schon unser erstes Gespräch ein Schlüsselmoment. Durch ein überraschendes Jobangebot hatte sich mein Ziel für das Mentoring total geändert und ich wusste selbst nicht mehr weiter. Frau Renner hat das schon beim ersten Gespräch erkannt und konnte schnell eingreifen, um mir Wege zu zeigen, wie ich meine Gefühle und Gedanken ordnen kann."

Was würden Sie rückblickend bei Ihrem Mentoring anders machen?

"Nichts."

"Durch die Gegebenheiten war das zwar nicht möglich, aber ich hätte mir ein physisches Gespräch sehr gewünscht und möchte dies nachholen."

Was schätzen Sie an Ihrer Mentee / Mentorin?

"Ich schätze wie gesagt ihren Mut, sich mit Hilfe von Feedback und Erfahrungsaustausch zu entwickeln, ihre Veränderungswilligkeit und sich in einem vertrauensvollen Kontext auch mit persönlichen Anliegen zu öffnen. Darüber hinaus habe ich eine junge, starke Frau erlebt, die viel Weisheit schon in sich trägt und der ich helfen konnte, ihre Potenziale mehr zu sehen und zu entfalten."

"Frau Renner ist eine sehr gute Zuhörerin und hat eine positive Art. Sie konnte sich in mich und die Situationen hineinversetzen, somit gezielt sinnvolle und hilfreiche Ratschläge geben. Durch mein jüngeres Alter hat sie auch gezeigt, dass nicht nur Frauen Mut haben sollten, sondern auch junge Personen stark sind."

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.