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Aneta Rodziewicz-Neumann und Frau S.

Genau die richtige Mischung zwischen Reflexion und Ermutigung auch unkonventionelle Wege zu gehen.

Was ist nach Ihrer Erfahrung die größte Einstiegshürde für ein erfolgreiches Mentoring?

"Eine gemeinsame Vertrauensbasis sowie Offenheit und Bereitschaft für neue Impulse sind für mich die Voraussetzung für ein Mentoring. Und wenn es zwischenmenschlich passt, dann entsteht der Raum zum Austausch und der Begleitung und dem erfolgreichen Mentoring steht nichts mehr im Wege."

"Die größte Herausforderung waren die vereinsinternen Wechsel im Bereich des Vorstands und der Geschäftsführung mit strategischen Neuausrichtungen und den damit verbundenen Machtkämpfen. Dies ging einher mit der Erkenntnis, dass ich mit Übernahme der Geschäftsführung plötzlich mit massiven Intrigen konfrontiert wurde."

Warum haben Sie sich für die Mentee / Mentorin entschieden?

"Frau S. kam aus einem anderen beruflichen Bereich als ich, das fand ich interessant. Gleich beim ersten telefonischen Kontakt passte es zwischen uns, sie hatte klare Vorstellungen und war offen für neue Perspektiven."

"Die Entscheidung für das Mentoring fiel sehr früh, da ich hierin eine gute Unterstützungsmöglichkeit für die Einnahme meiner neuen Rolle als Geschäftsführerin sah. Ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, in dieser Phase eine neutrale Begleitung mit Außensicht an der Seite zu haben, die reflektiert und unterstützt. Parallel habe ich gemerkt, dass es nicht immer ganz einfach ist, sich in einer Männerwelt auf dieser Ebene zu behaupten und sich selbst dabei treu zu bleiben."

Was schätzen Sie an Ihrer Mentee / Mentorin?

"Ihr Engagement und ihre Klarheit haben mich sehr beeindruckt. Während der gesamten Begleitungszeit habe ich sie als emotional starke Persönlichkeit mit hoher Reflexionsfähigkeit erlebt. Und gemeinsames Lachen gehörte auch dazu. :-)"

"Meine Mentorin ist sehr aufgeschlossen, dynamisch und kreativ gewesen. Ihre positive und kraftvolle Einstellung und ihre empathische Art haben mich dabei unterstützt, auch unliebsame Entscheidungen zu treffen und meinen Weg zu gehen. Es war genau die richtige Mischung zwischen Reflexion und Ermutigung auch unkonventionelle Wege zu gehen."

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie für sich mitgenommen haben?

"Als Mentorin und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist ein gutes und konstruktives Umfeld zu haben. Und vor allem als Frauen sich gegenseitig zu unterstützen und der Mentee in ihrer Veränderungsphase Mut und Zuversicht zu geben. "

"Ich habe erkannt, dass manche Situationen und Menschen nicht veränderbar sind und dass irgendwann der Punkt kommt, an dem ich gehen muss. Gleichzeitig habe ich die begleitete Erfahrung gemacht, dass dies nichts mit meinen Fähigkeiten zu tun hat und ich mich deswegen nicht mehr in Frage stelle. Es war schwer, den männlichen Vorurteilen standzuhalten und nicht selbst die erworbene Macht anzuwenden. Ich habe aber auch erlebt, dass ich dadurch bei den Mitarbeitern sehr hohe Wertschätzung erfuhr."

Wann hat aus Ihrer Sicht ein Mentoring sein Ziel erreicht?

"Ein Mentoring sehe ich als ein Instrument, in dem ich mit meiner Erfahrung und meinem Wissen die Entwicklung von Mentees fördern kann. Das Ziel ist erreicht, wenn die Mentee für sich ihren eigenen Weg gefunden hat, mit ihren Themen umzugehen."

"Das Ziel des Mentorings ist, sich selbst in neuen Anforderungen treu zu bleiben und sich kritisch den eigenen Stärken und Schwächen zu stellen. Wichtig ist auch der Moment der Entlastung. Nach einer Zeit der Begleitung kommt die Entscheidungskraft und hilft, alleine weiter zu gehen."

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.