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Equal Pay Day: Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher

17.03.2020

In Deutschland besteht nach wie vor eine gravierende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern: Im Schnitt beträgt der so genannte „Gender Pay Gap“ 16 Prozent für eine Arbeitsstunde – das sind 16 Prozent zu viel. Der Blick ins Ausland zeigt: Andere Länder sind im Kampf gegen Lohnungerechtigkeit und für mehr Gleichberechtigung am Arbeitsplatz besser aufgestellt. Spitzenfrauen BW hat interessante Fakten und Geschichten zu Frauenkarrieren im Ausland in der neuen Rubrik "Internationale Frauenkarrieren" gesammelt.

Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit? Leider nicht in Deutschland!


Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist es leider immer noch nicht: Gleiche Bezahlung für gleich Arbeit. Heute, am 17. März 2020, ist "Equal Pay Day". Mit diesem jährlichen Aktionstag weisen zahlreiche Akteurinnen und Akteure auf die ungerechte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern hin. "In Sachen Fair und Equal Pay sind wir immer noch weit entfernt von Gleichberechtigung", so Nils Schmidt, Vorstandsmitglied des DFK. "16 Prozent beträgt der Paygap im Schnitt zwischen Frauen und  Männern  für  eine  Arbeitsstunde.  In  einer  modernen  und gleichberechtigten Arbeitswelt mutet diese Kluft an wie ein Relikt aus dem Mittelalter".

Gleichberechtigung am Arbeitsplatz: nicht beim Gehalt!
Das deutsche Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (Entgelttransparenzgesetz), das seit Juli 2017 in Kraft getreten ist, ist noch lange nicht ausreichend, um die bestehenden Gräben zu ebnen. Es ist unverständlich, dass nicht einfach über die Grenzen geschaut wird. Copy und Paste, bei der Einführung von guten Ideen wäre an dieser Stelle mal angebracht. Skandinavien, die Schweiz, Frankreich und vor allem Island stechen bei Bemühungen und Umsetzungen heraus. In Frankreich enthält z.B. das allgemeine nationale Arbeitsrecht eine Klausel, die Frauen und Männern gleiches Entgelt zusichert. "Warum funktioniert dies nicht auch in Deutschland?", fragt Schmidt.

Blick ins Ausland lohnt sich: Frauenkarrieren in anderen Ländern
Der Blick ins Ausland lohnt sich auf jeden Fall: Denn gerade Frauenkarrieren funktionieren in vielen anderen Ländern besser als in Deutschland – und das nicht 'nur', wenn es um gleiche Bezahlung geht. Das Team von Spitzenfrauen BW hat in der neuen Rubrik "Internationale Frauenkarrieren" Erfolgsgeschichten von Frauen, die im Ausland Karriere gemacht haben, zusammengetragen. Neben persönlichen Erfahrungsberichten und Tipps für die Karriere in den Interviews haben wir auch spannende Zahlen und Fakten zum Thema Frauenkarrieren in anderen Ländern gesammelt.

 

Quelle: DFK / Spitzenfrauen

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.