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Aufstiegswege strukturieren

Kalibrierung

Ist ein zentralisiertes Karrieresystem entwickelt worden, geht es nun an die Umsetzung und Kalibrierung. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten hierzu näher betrachtet. Exzellente Karrierestrukturen ermöglichen Karriere, gewähren diese aber nicht. Oftmals scheitert es schon an der Auswahl geeigneter Karrierekandidatinnen. Wie kann hier vorgegangen werden?

Empfehlenswert in einem zentralisierten System mit Orientierung in die Breite ist die Auswahl der Kandidatinnen ebenfalls zentralisiert zu gestalten. Kandidatinnen werden von ihren Vorgesetzten nach objektiven Kriterien ausgesucht.

In abteilungsübergreifenden Meetings auf gleicher Führungsebene werden die Kandidatinnen anschließend vorgestellt und ihre Qualifikationen diskutiert. Der Auswahlprozess beinhaltet somit immer eine durch das übergreifende Meeting vollzogene regulierende und objektivierende Rolle. Führungskräfte müssen sich klar zu ihrer Auswahl positionieren und diese begründen. Der Hintergedanke dieser Systematik ist, dass objektiv begründet werden muss, wenn Frauen nie oder nur vereinzelt in den Karriereprozess einbezogen werden. Zeichnet sich über einen längeren Zeitraum das Scheitern des selbstregulativen Moments ab so kann über eine Zielvorgabe bezüglich des Frauenanteils nachgedacht werden. 

Indem jede Ebene die untergeordnete Instanz reguliert ergibt sich ein durchgängig regulatives Moment in einem Unternehmen, denn jede Führungsebene – exkludiert die oberste – wird selbst diesem Verfahren unterzogen. Wer also Karriere weiter betreiben will, muss – ab der untersten Führungsebene – sich dieses Werkzeugs sowohl bedienen als auch auf sich anwenden lassen.Dieses regulative System muss unternehmensweit in allen Führungsebenen eingesetzt werden. Somit findet sich jede Führungsebene in einem regulierten Zustand, verfügt aber auch über die Verantwortung selbst regulativ zu agieren.

Das HRM – dessen Aufgabe die Entwicklung der Karrierestrukturen war – wirkt in den regulativen Meetings als objektive Instanz mit. Es überprüft die Karrierekandidatinnen, steuert die Diskussionen und weist auf mögliche Probleme hin. 

Unterstützer

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.