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Der erste Gedanke: Die Signale stehen auf Veränderung!

26-03-2019 | Sabine Mainka
Bild zum Thema
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Im Herbst 2016 standen alle meine inneren Signale auf Veränderung: Mit nunmehr 55 Jahren und 9 Jahren als Personalleiterin bei der Daimler AG, im Vertrieb Deutschland, hatte ich bereits jede Menge Herausforderungen gemeistert. Mir wurde immer deutlicher bewusst, dass ich einen ausgesprochen abwechslungsreichen Beruf hatte, der nicht einen Tag Langeweile bescherte.

Doch auf der anderen Seite mir auch immer weniger Raum für die mir wichtigen Themen meines Berufes lies. Meine vor vielen Jahren gedachte Karriereleiter entpuppte sich immer mehr zum Hamsterrad und raubte mir den Atem. Damit hatte ich keine Luft mehr, um auch mal nach links oder rechts zu schauen, geschweige denn "nach oben"!

Zudem gab es für meine Berufsrichtung innerhalb des Vertriebs nur sehr begrenzte Möglichkeiten einer Weiterentwicklung. Meine Bemühungen mich innerhalb des Konzerns anderweitig zu verändern (z.B. mehr in Richtung Personalentwicklung) blieben leider erfolglos. Die Gründe wurden mir gegenüber nicht wirklich benannt - was im Zuge von Diversity auch absolut nachvollziehbar für mich ist. Dennoch blieb bei mir der Eindruck zurück, dass mein Alter und mein Geschlecht möglicherweise eine gewisse Rolle spielten bei den Entscheidungsträgern.

Zudem spürte ich, dass mein Energiehaushalt in eine deutliche Schieflage geriet und ich den Sinn meiner Aufgaben immer mehr in Frage stellte. Gefühlt war ich in erster Linie damit beschäftigt, Veränderungen in Form von Prozessen und Richtlinien umzusetzen und erst sehr viel später und in sehr geringem Umfang eine Begleitung dieser Veränderungen auch für Führungskräfte und Mitarbeiter sein zu können. Damit wurde ich meinem Selbstanspruch an mich und mein Verständnis als Personalleiterin nicht mehr gerecht.

Das war nicht gut für mich, die Funktion und für das Unternehmen. Letztendlich suchte ich das Gespräch mit meiner Vorgesetzten und wir verständigten uns auf einen Austritt zum Sommer 2017.

Was für ein Schritt!?
Natürlich fragte ich mich, kaum dass ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben hatte, ob das wirklich eine kluge Entscheidung war?! Selbstverständlich kamen mir Zweifel und die Angst vor meiner eigenen Courage stellte sich ebenfalls ein. Was gab mir Zuversicht und Mut und Kraft den richtigen Schritt getan zu haben? Welche ungeahnten Herausforderungen haben sich gezeigt?

Diese und viele weiteren Gedanken beschäftigten mich unablässig.

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.