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Haushaltsnahe Dienstleistungen professionalisieren - ein Gewinn für alle

14-09-2017 | Ruth Weckenmann
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Der Dienstleistungsbereich ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Leider gilt dies nicht für den Bereich Privathaushalt. Zu den Tätigkeiten im Bereich der Haushaltsnahen Dienstleistungen zählen bspw. die Reinigung des Haushaltes, Wäschepflege oder Gartenpflegearbeiten. Diese Tätigkeiten werden bis heute durch Schwarzarbeit, Minijobs, fehlende professionelle Standards und fachliches Wissen entwertet.

Einmaliges Modellprojekt
Mit einem bundesweit einmaligen Modellprojekt verfolgen die Bundesagentur für Arbeit, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Stiftung Diakonie durch die Erprobung eines Gutscheinmodells folgende Ziele:

  • Fachkräftesicherung,
  • Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und
  • Überwindung der Schwarzarbeit im Bereich der Haushaltsnahen Dienstleistungen.

Weniger Hausarbeit, mehr Zeit für die Karriere
Für Frauen und Männer, die bislang aufgrund der Doppelbelastung durch Familienaufgaben und Haushaltsführung unter ihren Möglichkeiten hinsichtlich der realisierbaren Arbeitszeit bleiben oder dem Arbeitsmarkt bislang überhaupt nicht zur Verfügung stehen, soll mittels eines Gutscheines für haushaltsnahe Dienstleistungen ein Anreiz geschaffen werden, die eigene Arbeitszeit zu erhöhen. Dies trägt nicht nur zur Fachkräftesicherung bei, sondern auch und vor allem zur besseren eigenständigen finanziellen Absicherung.

Die Förderung der haushaltsnahen Dienstleistungen soll zudem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in diesem Bereich unterstützen und potentiellen Kundinnen und Kunden Einkaufsmöglichkeiten außerhalb der Schwarzarbeit bieten.

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.