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Komm´vor Zone

07-01-2017 | 
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In vielen Köpfen von Frauen ist das Wort „Karriere“ immer noch negativ belegt. Es wird mit Macht verwechselt und alte Rollenmuster tun ihr Eigenes, etwas Unsympathisches damit zu verbinden. Doch denken Sie doch einmal anders. Karriere und Macht sind für mich etwas ganz wunderbares, ich verbinde sie mit „Gestaltungsfreiraum“. Ich habe mich selbstständig gemacht, als ich erkannt habe, das kann ich besser! Heute muss ich nicht mehr zweitklassige Lösungen durchwinken, sondern habe die Freiheit, mich für das Beste zu entscheiden. Ich bin geprägt davon, immer voll Leidenschaft zu arbeiten und meine Lust, die Dinge zu gestalten, trägt mich immer weiter. Heute steht es in meiner Macht, meine Zeit so einzuteilen, dass ich auch noch Raum habe, mich gesellschaftlich und sozial zu engagieren. Mir war es immer wichtig, Glück und Erfolg zu vereinen und Spuren im Leben zu hinterlassen. 

Schauen Sie sich einmal um, wo gibt es Führungspersonen die Ihnen imponieren. Was macht diese Personen aus? Worauf legen sie wert? Was können Sie von ihnen lernen? Ich habe eine gute  Nachricht für Sie: Abgucken ist erlaubt. 

Überlegen Sie einmal, wer Ihnen vielleicht als Mentorin oder Mentor zur Seite stehen könnte, wer Sie inspiriert und Sie in die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Unternehmenskultur einführt, der sie konkurrenzlos aufbaut, mit interessanten Menschen in Verbindung bringt und Ihre Karriere fördern kann. Wenn Sie weiterkommen möchten, dann reicht es auch nicht, als fleißiges Bienchen bekannt zu sein. Fleißige Bienchen werden geschätzt, nicht belohnt. Betreten Sie das Spielfeld und zeigen Sie, dass Sie etwas zu sagen haben. Karriere ist Talent + Wissen + Können + Wollen. Große Organisationen belohnen ein Verhalten, das Wettebewerborientierung, selbstsicheres Auftreten und Durchsetzungsstärke zeigt. 

Gute Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen sind Besprechungen und natürlich auch Netzwerktreffen.

Tragen Sie hohe Schuhe nur, wenn Sie auch stundenlang darauf stehen können und gehen Sie niemals zu früh. Die wirklich wichtigen Gespräche entstehen immer am Rande der Veranstaltung und im Nachhinein. Niemand hat die Geduld langen Vorstellungsgesprächen zu folgen, daher setzen Sie gekonnt Ihr USP indem Sie sich einen „MERK!DIRMal-Satz“ kreierien, der die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers weckt. Fragt er nach, haben Sie gewonnen und es entsteht ein echter Austausch und meist auch ein bleibender Kontakt. 

 

Ja, netzwerken kostet Zeit, aber es ist richtig investiertes Kapital, das sich mit der Zeit auszahlt. Die Netzwerkerin erfährt 1:1 Wissen aus erster Hand, knüpft Kontakte noch bevor die Stelle offiziell ausgeschrieben ist. Clevere Frauen engagieren sich im Netzwerk. Wer im „inner circle“ angekommen ist, der ist kein Nobody mehr. Das Netzwerken hat einige Regeln. Die wichtigste Regel, die ich Ihnen ans Herz legen möchte, ist „Netzwerken ist ein Geben und Nehmen und das Nehmen kommt nicht zuerst!“ Wissen Sie, jeder Mensch hat ein inneres „Beziehungskonto“ , das gepflegt werden will. Stellen Sie es sich einfach wie das gute alte Bankkonto mit dem Soll auf der einen Seite und dem Haben auf der anderen Seite vor. In jedem Kontakt können Sie auf das Konto einzahlen oder aber davon abheben. Fragen Sie sich immer, wie hoch Ihr Vertrauensvorschuss noch ist – und was Sie vielleicht einzahlen könnten, um diesen Vertrauenswert wieder zu erhöhen.

Net(t)working ist ein echter Erfolgsfaktor, dem Sie ihre volle Aufmerksamkeit schenken sollten.

Foto: © Marjolein Hoppe

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.