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Prioritäten und Grenzen setzen

30-05-2016 | Brigitte Abrell
Bild zum Thema

Wer seine Aufgaben künftig in Teilzeit erledigen möchte, muss sich bewusst sein, dass er seine bisherige Arbeitsweise umstellen muss. Auch wenn Sie bisher schon gut organisiert waren, ist diese Eigenschaft in Zukunft noch mehr gefragt. Um pünktlich Feierabend machen zu können, werden Sie permanent Grenzen setzen müssen, vor allem sich selbst gegenüber. Das erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin, umso mehr, wenn noch wichtige Arbeiten unerledigt auf Ihrem Schreibtisch liegen. Deshalb müssen Sie sehr strukturiert vorgehen und konsequent Prioritäten setzen. Sie können auch weniger selbst erledigen als bisher. Es wird daher noch mehr Priorität haben, delegieren, anderen vertrauen und ein Team zielgerichtet führen zu können. Ungeplante Ereignisse im Beruf oder Privatleben erfordern immer wieder Ihre unmittelbare Reaktion und Ihre ausgeprägte Flexibilität.

Es ist schon eine Herausforderung, eine Führungsposition in weniger als der üblichen Arbeitszeit zu schaffen. Die Summe der privaten und beruflichen Anforderungen kann erheblich sein, zumindest wenn Sie aufgrund privater Verpflichtungen kürzertreten wollen. Ein solcher Lebensentwurf erfordert Energie, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen, sowie ein klares Bewusstsein für die eigenen Lebensziele. Sind Sie die erste Führungskraft in Teilzeit im Unternehmen, benötigen Sie ein gefestigtes Selbstbewusstsein, um sich in dieser Außenseiterrolle zu behaupten. Gerade in der Anfangszeit stehen Sie unter Beobachtung und haben kein Vorbild, an dem Sie sich orientieren können. Dennoch möchte ich Ihnen Mut machen für dieses Modell. Wägen Sie für sich ab und entscheiden Sie: Was ist Ihnen in Ihrer aktuellen Lebenssituation wichtig? Welchen Wert hat für Sie das verminderte Einkommen, ein vermeintlicher Ansehensverlust oder eventuelle Karrierenachteile im Verhältnis zur gewonnenen Lebensqualität? Vor allem überprüfen Sie bitte für sich selbst, ob die vermuteten Hinderungsgründe nicht hauptsächlich im eigenen Kopf bestehen und die Hürden faktisch bezwingbar sind?

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.