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Arbeitszeitmodell entwickeln

27-05-2016 | Brigitte Abrell
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Im nächsten Schritt überlegen Sie, welche organisatorischen Abläufe und Regeln in Ihrer Arbeitsumgebung eine Teilzeittätigkeit erschweren. Welche Präsenzzeiten sind erforderlich? Welche Erreichbarkeit wird verlangt? Wann finden Meetings statt? Welche Termine außer Haus sind wahrzunehmen? Welche dieser Gegebenheiten sind unveränderlich und welche können neuen Umständen angepasst werden. Suchen Sie nach Alternativen, die mit einer Teilzeittätigkeit kompatibel sind. Ziehen Sie dabei auch kreative, unkonventionelle Lösungen in Betracht, die bisher nicht denkbar waren.

Dann entwickeln Sie ein möglichst konkretes Arbeitszeitmodell, das sowohl die betrieblichen Anforderungen als auch Ihre privaten Bedürfnisse berücksichtigt. Im Führungsbereich bewährt haben sich vollzeitnahe Modelle mit Arbeitszeiten ab etwa 75 Prozent der Normalarbeitszeit, gerne wird die Vier-Tage-Woche praktiziert. Wenn Sie in geringerem Umfang in Teilzeit arbeiten wollen, kommt auch im Führungsbereich Job-Sharing infrage. Voraussetzung ist, einen geeigneten Partner zu finden, mit dem Sie partnerschaftlich zusammen arbeiten können. Gibt es geeignete Personen im Unternehmen oder in der Elternzeit, die dafür qualifiziert werden könnten? Inzwischen haben nicht wenige Firmen mit diesem Modell positive Erfahrungen gesammelt. Unter Umständen bietet es sich an, einen Teil Ihrer Arbeitszeit vom Homeoffice aus zu erbringen, um noch flexibler zu sein.

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.