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Njeri Kinyanjui

 

Gründerin und Geschäftsführerin

Hottpott Saucen Manufaktur

Walddorfhäslach


"Die Frauen sollten selbstbewusst ihrem Beruf nachgehen. Sie sollten darauf achten, dass sie einen Berufsabschluss erlangen. Auch ehrenamtliches Engagement wirkt sich positiv aus."


Was waren Beschleuniger auf Ihrem Karriereweg?

  • Studium in Deutschland
  • Weiterbildung in Stuttgart nach der Familienzeit
  • Wegzug vom Land
  • ehrenamtliches Engagement

Was waren Hindernisse auf Ihrem Karriereweg?
Nach meinem Studium war die Kinderbetreuung noch nicht so gut ausgebaut wie heute. Erschwerend kam hinzu, dass wir in einer ländlichen Gegend gelebt haben und keine Familie im Umkreis hatten. Familien mit Kindern sollten darauf achten, dass eine zuverlässige Kinderbetreuung vorhanden ist. In Städten ist die Situation in der Regel besser als auf dem Land.

Njeri Kinyanjui im Videointerview

Leben & Karriere

Njeri Kinyanjui ist Gründerin und Geschäftsführerin der Hottpott Saucen Manufaktur in Walddorfhäslach. Auch wenn ihre Karriere so nicht geplant war, sagt sie: "Ich wollte schon immer Unternehmerin werden." Denn in ihrem Heimatland sind alle Frauen Unternehmerinnen. Mutter und Großmutter waren ebenfalls selbstständig - so wie es auch ihre Geschwister sind.

Njeri Kinyanjui wurde in Nairobi, Kenia, geboren. Doch schon ihr Vorname - Njeri bedeutet "die Reisende" - ließ vermuten, dass es sie dort nicht für immer halten würde. Im Alter von 20 Jahren ging sie nach Deutschland, um in Berlin Volkswirtschaftslehre zu studieren - und dann doch überraschend Wurzeln zu schlagen, als sie ihren Mann kennenlernte. Mit dem Eintritt ins Arbeitsleben kam der Kulturschock: Als schwarze Frau und Mutter war eine "typische" Karriere keine Option, obwohl sie schon immer - auch während ihres Studiums - nebenher gearbeitet hatte.

So entschied sie sich nach unterschiedlichen Jobs für die Vollzeit-Selbstständigkeit - und konnte damit nicht nur Familie und Karriere perfekt vereinbaren, sondern kann auch die afrikanische mit der deutschen Kultur zusammen bringen. Außerdem ist Njeri Kinyanjui politisch engagiert: Seit 2014 ist sie Stadträtin im Reutlinger Gemeinderat.

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.