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Doppelte Frauenpower: Spitzenfrauen-Empfang auf der art KARLSRUHE

Auf einen Sekt mit Messechefin Britta Wirtz und ZKM-Geschäftsführerin Christiane Riedel

Fast schon eine schöne Tradition geworden ist der Spitzenfrauen-Empfang im Rahmen der art KARLSRUHE, die jährlich im Februar zahlreiche GaleristInnen, KünstlerInnen und Kunstinteressierte in die badische Fächerstadt führt. Auch im Jahr 2020 war wieder ein exklusiver Kreis von Spitzenfrauen BW zu Gast bei Spitzenfrau und Messechefin Britta Wirtz, die den Empfang dieses Mal mit Unterstützung von einer weiteren Spitzenfrau, Christiane Riedel, Geschäftsführerin des ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, gestaltete.

Die TeilnehmerInnen hatten somit das Glück, beim Empfang gleich zwei Spitzenfrauen aus Karlsruhe zu erleben, die diesen „Titel“ schon seit der ersten Stunde tragen und somit zum Erfolg des Portals „Spitzenfrauen-bw“ beigetragen haben. Bei Sekt und Häppchen führten Britta Wirtz und Christiane Riedel die Teilnehmerinnen im lockeren Zwiegespräch in Welt der Kunst und insbesondere der Medienkunst ein.

"Messemachen ist ganz wunderbar"

Britta Wirtz steht inzwischen seit über zehn Jahren an der Spitze der Messe Karlsruhe und hat sich mit Umsatz- und Besucherrekorden längst einen Namen in der Männerdomäne Messe gemacht. Die Branche liegt ihr: "Messe ist eine komplexe Dienstleistung und der Messemarkt ist volatil und vor allem sehr kompetitiv - das ist herausfordernd." Britta Wirtz liebt die Herausforderung und übt ihren Job mit Feuereifer aus: "Ich versuche an der Spitze mein Bestes zu geben!" Als die den Job in Karlsruhe übernahm,  wurde sie noch misstrauisch beäugt. Doch anders als ihre männlichen Vorgänger baute sie ihre Position aus und führte Karlsruhe als Messestandort Schritt für Schritt in Richtung Erfolg.

art KARLSRUHE lockt Kunstbegeisterte nach Karlsruhe

In ihrer Zeit als Messechefin machte sie auch die art KARLSRUHE groß: Auf die in ihren Augen vielleicht "demokratischste Kunstmesse" Deutschlands ist Britta Wirtz sichtlich stolz. Wer die Qualität so mancher auf der art KARLSRUHE ausgestellter Werke bemängelt, dem antwortet sie – typisch für ihre offene und selbstbewusste Art - ganz unverblümt: "Eine Kunstmesse ist kein Museum, hier auf der art wird Kunst gehandelt und verkauft." Britta Wirtz nimmt kein Blatt vor den Mund und weiß ihre Themen mit viel Energie, Charme und, wenn nötig, mit klaren Ansagen voranzutreiben. Das Thema "Frauen in Führung" liegt Britta Wirtz am Herzen und so war die Kommunikationswissenschaftlerin von Beginn an eine Unterstützerin des Projekts Spitzenfrauen BW.

Von Karlsruhe in die ganze Welt

Christiane Riedel ist ebenso eine Unterstützerin der ersten Stunde und ‘durch und durch‘ Spitzenfrau: Seit 2002 leitet sie das ZKM Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe als geschäftsführende Vorständin und hat Karlsruhe seither zu globaler Bekanntheit verholfen. Heute gilt das ZKM als eines der innovativsten Museen der Medienkunst und gastiert mit Ausstellungen rund um die Welt. Dass Karlsruhe keine Weltmetropole ist, stört Riedel, die in der Fächerstadt Kunstgeschichte, Architekturgeschichte und Literaturwissenschaften studierte, überhaupt nicht.. Denn sie ist überzeugt: "nnovation findet vor allem in der Peripherie statt – nicht in New York, sondern in Boston!"

Der neueste Titel gibt ihr Recht: Erst im Herbst 2019 wurde Karlsruhe als einzige Stadt in Deutschland zur "UNESCO City of Media Arts" gekürt – ein Titel,  der Aufmerksamkeit, Austausch und Vernetzung in einem weltweiten Netzwerk von Gleichgesinnten, das sich von Europa über Asien bis nach Afrika – also über den ganzen Erdball hinweg - erstreckt.

Medienkunst ist Kunst der Frauen

Doch warum brauchen wir Medienkunst? Und was ist überhaupt Medienkunst? "Medienkunst kann alles umfassen", so Riedel, "auch wir (Menschen, Anm. der Redaktion) sind ein Medium." Medienkunst sei aber vor allem "apparativ" und "vervielfältigbar" – so könne ein Medienkunstwerk zeitgleich an mehreren ganz unterschiedlichen Standorten auf der Welt ausgestellt werden. Christiane Riedel sieht Medienkunst darüber hinaus als Kunst, in der weibliche Positionen Raum haben: "Die weiblichen Künstlerlinnen haben ihre Chance, die sich durch die Medienkunst bot, wahrgenommen – die Videokunst beispielsweise ist ein Aufbruch der Kunst der Frauen und des Feminismus". Doch nicht nur in der Kunstproduktion, auch unter den Kunstsammlern gebe es prägende Frauen - Sammlerinnen mit "Mut und Weitblick". Denn "Medienkunst zu sammeln ist eine Herausforderung."

 

 

 

Kunst als Code am ZKM-Stand

Davon konnten sich die TeilnehmerInnen im Anschluss an den Sektempfang am Stand des ZKM selbst überzeugen, wo ausgewählte Kunstwerke aus der hauseigenen Sammlung ausgestellt und ausprobiert werden konnten. Zum Beispiel lud die interaktive Installation YOU:R:CODE der Künstler Bernd Lintermann und Peter Weibel dazu ein, den eigenen Datencode zu erkunden, indem sich das eigene Spiegelbild beim Durchlaufen des Werkes vom realen virtuellen Abbild mehr und mehr in einen abstrakten digitalen Datenkörper bzw. industriell lesbaren Code reduziert.

Erfrischt, gestärkt und inspiriert von zwei spannenden und vor allem starken Karlsruher Spitzenfrauen durften sich die TeilnehmerInnen vom ZKM Stand aus auf ihren eigenen Weg durch die art KARLSRUHE machen und sich in den vier Hallen sicher noch viele weitere neue Eindrücke holen.

 

 

 

Unser herzlicher Dank geht an unsere beiden "Spitzenfrauen der ersten Stunde" - Gastgeberin und Messechefin Britta Wirtz für die Einladung auf die art KARLSRUHE und ZKM-Gechäftsführerin Christiane Riedel für ihre Zeit und die spannenden Einblicke in die Medienkunst.

Unterstützer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.